TAUCHSPORT: BSAC Jahrereport 2006 zu Tauchunfällen in Großbritannien - TAUCHUNFALL - TAUCHEN

BSAC Jahrereport 2006 zu Tauchunfällen in Großbritannien


TAUCHSPORT: BSAC Jahrereport 2006 zu Tauchunfällen in Großbritannien - TAUCHUNFALL - TAUCHENBritish Sub Aqua Club
von Brian Cumming, BSAC Incidents Advisor
Mit freundlicher Genemigung des British Sub Aqua Club (BSAC)


London, Großbritannien (31.12.2006) - Der Britische Sub Aqua Club (BSAC) zeichnet seit 1964 alle Tauchunfälle in Großbritannien auf. Jedes Jahr wird von der BSAC ein Report über die sich in Großbritannien ereigneten Tauchunfälle herausgegeben. Der Report analysiert die Hintergründe von Tauchunfällen und soll anderen Tauchlehren und Taucher ermöglichen hiervon sicherheitsrelevante Belange abzuleiten und weiterzugeben.


Die Tauchunfälle werden in die neun Bereiche Unglück, Dekompressionsunfälle, Verletzung und Krankheit, Schiffs- und Oberflächen Unfälle, Probleme beim Auftauchen, Probleme durch mangelnde Technische Probleme, Equipment Probleme, diverse Probleme und Unfälle außerhalb von Großbritannien eingeteilt. Mit über 100 Unfällen zählt der Bereich der Dekompressionsunfälle zu den am häufigsten auftretenden Unfällen, dicht gefolgt von den Aufstiegsunfällen und den Unfällen mit Schiffen und an der Oberfläche. Im Mittelfeld mit 50 Tauchunfällen rangiert die Kategorie Verletzung und Krankheit und die Kategorie Unfälle außerhalb von Großbritannien mit 38 Unfällen. Das Schlusslicht bilden die Kategorien Tauchausrüstung, Unfälle, Diverses und Ausbildung.

Dekompressionsunfälle:

Die Analyse der Dekompressionsunfälle ergab vier Hauptursachen für Dekompressionsunfälle. In vielen Fällen treten dieses Ursachen in Kombination auf.


Darüber hinaus wurde viele Fälle ohne Dekompressionskrankheit berichtet, die mit schnellem Auftauchen und ausgelassenen Dekompressionsstops in Verbindung gebracht werden. In diesen Fällen kann von großem Glück ausgegangen werden, dass es hierbei zu keinen Unfällen kam.

Unfälle beim Aufsteigen:

Unfälle bei Aufsteigen entstehen durch zu schnelles Auftauchen und das auslassen von Dekompressionsstops. Die Ursachen sind in folgenden Faktoren zu finden:


In über 50% dieser Fälle war der Verlust der Tarierung die Ursache des schnellen Aufstiegs. Schlechte Ausbildung und mangelndes Training sind die einzige Erklärung.

Schiffs- und Oberflächenunfälle.

In dieser Kategorie werden Tauchunfälle zusammengefasst, die nicht unmittelbar mit dem Tauchgang in Verbindung gebracht werden. Ursachen sind:


Die Ursachen für verlorene Taucher sind vielfältig und reichen von dem Abdriften der Taucher wegen starker Strömung bis hin zum Überbordgehen eines Tauchers bei rauer See.

Verletzungen und Krankheiten:

Verletzungen und Krankheiten stellen die viert häufigste Kategorie von Tauchunfällen. Das Spektrum hierbei ist weitreichend und Reicht von Kopfverletzungen, nicht bekannten Herzproblemen, Unfällen mit Schiffschrauben und Lungenödem.

Probleme mit dem Equipment:

Bei Problemen mit dem Equipment taucht auf häufigsten das Abblasen des Oktopus bzw. des Hauptautomaten auf. Zweithäufigste Ursache bei den es zu Unfällen kommt ist der Verlust der Gewichte was in den meisten Fällen zu unkontrolliertem Aufstieg führt. Schlechte Wartung und Materialermüdung können als weiter Ursachen angeführt werden. Eine Übersicht der Ursachen im Einzelnen.


Unfälle/Todesfälle:

Nur 16 Tauchunfälle könne als reine Unfälle dargestellt werden. Die Zahl dieser Unfälle sank gegenüber dem Vorjahr. Waren in den Vorjahren Unfälle durch tiefe Tauchgänge (> 40m) sehr häufig anzutreffen so wurde im Jahr 2006 nur ein solcher Tauchunfall gemeldet. Drei weitere Tauchunfälle die tiefer als 50 Metern waren sind außerhalb Großbritanniens aufgetreten und fallen in eine andere Kategorie. Hier die Ursachen im einzelnen.


Technische Probleme:

Technische Probleme treten auf, wenn die Bedienung und Lagerung von Tauchausrüstung falsch durchgeführt wird. In dem BSAC Bericht werden in diese Kategorie auch kuriose Fälle aufgezählt. Es wird von einem Wracktauchgang berichtet, bei dem der Atemregler des Tauchschülers abblies der Tauchlehrer reichte dem Schüler sofort seinen Oktopus. Der Schüler spukte diesen wieder aus. Daraufhin wurde ihm der Hauptautomat vom Lehrer gegeben. Auch dieser wurde vom Schüler wieder ausgespuckt. Der Schüler wurde nach einem Notaufstieg aus 22m bewusstlos an die Oberfläche gebracht und konnte gerettet werden. Warum der Schüler dieses Verhalten aufwies wird in dem Bericht leider nicht erwähnt.

Gemeldete Tauchunfälle außerhalb von Großbritannien:

Diese Kategorie kann ebenfalls in die vorangegangenen acht Kategorien unterteilt werden. Da in dieser Kategorie Tauchunfälle aus allen Kategorien zusammengefasst sind, ist diese Kategorie die viert größte.

Übersetzung durch die Redaktion von Tauchsport.de
Den gesamten Report finden Sie unter http://www.bsac.org/page/805/incident-report-2006.htm
















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