Forscher füttern Walhai mit Reis

Walhaie in Mexiko

Forscher füttern Walhai mit Reis


WalhaiWalhai mit Pilotfischen
foto: Martin Claußen (pixelio)
Atlanta,USA (05.09.2007) - Das Georgia Aquarium und das Mote Marine Laboratorium entdeckten während einer amerikanischen und mexikanischen Studie zum Schutz und zur Erhaltung der Walhaie im Golf von Mexiko und in der Karibik eine große Ansammlung von Walhaien vor der Küste von Mexiko. Bei einem Versuch wird dem Walhai Reis einen Meter vor seinem Maul gestreut um messen zu können, wieviel Plankton der größte Fisch in einer Stunde zu sich nehmen kann.

Die im Jahre 2003 begonnene Kooperation zwischen den USA und Mexiko hat zum Ziel mehr über das Verhalten der größten Fische zu erfahren. Die Wissenschaftler glauben mit dem Fund eine der größten Populationen von Walhaien gefunden zu haben. Robert Hueter, Direktor des Zentrums für Haiforschung vom Mote Marine Laboratorium, präsentiert der Öffentlichkeit die Ergebnisse Ihrer Untersuchungen. „Holbox ist ein sehr spezieller Platz für das Leben der Walhaie,“ sagt Hueter. „Wir haben hier die höchste Anzahl von Walhaien in einem begrenzten Gebiet gefunden wie sie nirgendwo anders auf der Welt vorkommt. Das Verständnis warum die Walhaie hier in dieser Anzahl vorkommen wird wichtig sein für deren Schutz.“



Es zeigte sich, dass mehrere hundert Walhaie sich jeden Sommer in den Gewässer des Kontinetalshelfs bei Cabo Catoche zwischen der mexikanischen Inseln Isla Holbox und Isla Contoy versammeln um die dortigen großen Planktonvorkommen als Nahrungsquelle zu nutzen. Bis heute wurden 554 Walhaie dokumentiert und makeriert. Die Haie haben eine Größe von 1,5 Metern bis zu 13 Metern Länge. Dabei schließen sich sowohl geschlechtsreife wie auch nicht geschlechtsreife Tiere zu Gruppen zusammen. Ein weibliches Tier kommt dabei auf zwei bis drei männliche Tiere.




WalhaiWalhai mit "pop-off" Sender
Das Reisexperiment wird von dem Wissenschaftler Phil Motta gegenüber der The News-Press als „low-tech“ bezeichnet, doch das Experiment hat es in sich. Ein Laser an Bord des Bootes misst die genaue Entfernung der Reiskörner zum Maul und eine Hochgeschwindigkeitskamera nimmt die Bewegung der Körner auf.

Bild für Bild werden die Aufnahmen ausgewertet. „Wir können auf den Aufnahmen die Bewegungen der Reiskörner erkennen“. Sagt Phil Motta. „Wir kennen die Entfernung zum Laser und wir wissen wie schnell die Reiskörner sich bewegen und wir kennen die Größe des Maules des Tieres. Daraus können wir das Volumen der Nahrungsaufnahme errechnen.“

Dabei haben die Wissenschaftler herausgefunden, das ein Walhai bis zu 4 Kilo an Plankton einsaugt. Weiterhin wurde herausgefunden, dass der Fisch kein kaltes Futter mag. Dazu sammelten die Wissenschaftler Plankton und kühlten diese im Gefrierfach ab. Wurde dieses Plankton dem Tier zum Fressen angeboten so wurde diese Nahrung verschmäht.

In den Studien werden zudem „pop-off“ Markierungen verwendet, die über Satelliten verfolgt werden können. Dies ermöglicht den Wissenschaftlern mehr Information über die Wanderung der Walhaie zu erfahren. Gesammelt werden Informationen über die Tiefe, die Wassertemperatur die den Weg, die die Walhaie zurücklegen.

Die Markierungen sammeln die Daten über eine längere Zeitspanne von 120 Taugen und senden die Daten zu einer vorgegebenen Zeitpunkt an die Wissenschaftler. Da das Senden von Unterwasser nicht möglich ist, lösen sich die Markierungen vom Körper des Tieres und schwimmen zur Wasseroberfläche (pop-off). Von dort können die Daten über Satellit abgerufen werden. Von bisher 13 mit dieser Technik markierten Walhaien konnten von 12 Exemplaren die Daten empfangen werden.

Bei den Untersuchungen ist herausgefunden worden, dass ein Walhai in 31 Tagen 885 Kilometer zurückgelegt hat. Das entspricht fast 29 Kilometer am Tag. Der tiefste Tauchgang des Haies war auf 1376 Meter. Die Walhaie bleiben meist jedoch nicht für lange in diesen Tiefen und kehren wieder zurück zur Wasseroberfläche. „Warum die Haie so tief tauchen ist noch nicht erforscht.“ Sagte Hueter. „Wir bezweifeln das die Tiere diese Anstrengung zur Nahrungssuche auf sich nehmen. Es muss einen anderen Grund hierfür geben.“ Als Gründe können sich die Wissenschaftler vorstellen, dass die Tiere sich abkühlen, sich ausruhen wollen oder um lästige Parasiten loszuwerden.
















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