Hawaiianischen Rifffischen droht der Kollaps

Riffsterben auf Hawaii

Hawaiianischen Rifffischen droht der Kollaps

Die Idylle am Strand von Hawaii trügt, denn der Fischreichtum der Insel schwindet. (foto: Rainer Sturm,pixelio.de)Die Idylle am Strand von Hawaii trügt, denn der Fischreichtum der Insel schwindet. (foto: Rainer Sturm, pixelio.de)
Waimanalo, Vereinigte Staaten (18.07.2008) - Laut einer ersten ausführlichen Bewertung der Fischpolulation der hawaiianischen Riffe wurde festgestellt, dass 75 Prozent der Fische bereits heute dezimiert wurden oder sich in einer kritischen Situation befinden. Eine neue Studie der NOAA und des Ozeanischen Instituts von Waimanalo auf Hawaii zeigt auf, dass die Fischpopulation auf den Hauptinseln von Hawaii weit mehr überfischt sind, als man gedacht hatte.

Drei viertel der Rifffische befinden sich in schlechtem Zustand. "Viele der Fische an den Riffen der Hauptinseln von Hawaii, vor allem die Haie, Zackenbarsche und Papageienfische sind dezimiert". sagt der Leiter der Studie, Dr. Alan Friedlander. Friedlander ist führender Biologe für Unterwasserriffe am NOAA's Biogeography Institut auf Hawaii. "Noch heute gibt es Gebiete an den Hauptinseln von Hawaii an denen die Riffe gesund sind. Nicht alles ist bis heute kollabiert. Um so wichtiger ist es die intakten Riffe zu schützen. Es ist viel einfacher, sicherer und billiger heute zu Konservieren als später einen einstandenen Schaden zu beheben."



Die Methode

Die Studie umfaßt eine der ausführlichsten Analysen der Fischpopulation an den Hautpinseln von Hawaii. Als Vergleich wurde der vorwiegend unbefischte Nordwesten der Inseln (NWHI=Northwestern Hawaiian Islands) als Referenz verwendet. Daher vergleicht diese neue Abschätzung die Fischpopulationen anhand von Beständen und nicht die Veränderungen über einen gewissen Zeitraum.

Die Studie untersuchte 55 Rifffischearten, die in beiden Gebieten existierten und ließ steltene Fischarten aussen vor. Die Wisschenschaftler schätzten die Dichte der Biomasse von Speise und Aquariumfischen in einer Bestandsaufnahme und verglichen die Daten mit der Biomasse jeder der untersuchten 55 Arten auf den hawaiianischen Inseln. Diese Daten wurden daraufhin in Releation mit den vorwiegend unbefischten Gegenden (NWHI) gesetzt.

Fazit

75 Prozent der Fischarten befinden sich in kritischen Bedingungen. 33 Prozent davon sind bereits heute dedroht und 42 Prozent befinden sich in einem kritischen Zustand. Die restlichen 11 Prozent befinden sich unterhalb des gewünschten Wertes. Unter den am meisten gefährdesten Arten befinden sich die Haie und auch die Papgeienfische. Dies ist besonders bedenklich, da eine frühere Studie zeigte, dass die Biomasse der Raubfische im intakten Nordwesten der Insel 7000 Mal grüßer als die Biomasser der Raubfische an den restlichen hawaiianischen Inseln ist. Obwohl die geschützten Gebiete um Hawaii auf Grund ihrer kleinen Größe keinen all zu guten Maßstab für die Frage "Wie gesund sind die Fischpopulationen an den hawaiianischen Riffen" darstellen, zeichnet sich dennoch ein düsteres Bild ab.

Als Empfehlungen schlagen die Wissenschaftler der NOAA den umfangreichen Schutz der noch intakten Reservate vor. Zugleich müssen neue, größere Reservate geschaffen werden um den Fischbestand auch weiterhin zu erhalten. Die Fischerei ist einer der Verursacher des Rückgangs der Artenvielfalt. Daher müssen vorallem ein besseres Management der Fischreiflotten und stärkere Fischreieigesetze die Reservate schützen. Vorrangig sollte der Schutz gegenüber unweltfeindlichen Fischreimethoden wie Treibnezten und das Speerfischen vorangetrieben werden.












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