Kapstadt und Kap statt Kanal

Judith und Sönke Roever ändern den Kurs

Kapstadt und Kap statt Kanal

Pazifik, Deutschland (29.07.2009) - Buchautor Sönke Roever und Frau Judith ändern die Reiseroute ihrer Weltumsegelung aufgrund der Piraterie vor Somalia und im Golf von Aden. Die neue Route führt um das Kap der Guten Hoffnung und über Kapstadt statt durch den Suezkanal zurück nach Europa. Mehr als eine Million Leser verfolgen online ihre Abenteuer.

Seit über zwei Jahren ist Buchautor Sönke Roever (34)/(Auszeit unter Segeln – Delius Klasing Verlag) zusammen mit seiner Frau Judith (32) unterwegs. Auf ihrem Segelschiff „Hippopotamus“, einer Gib’Sea 106 – mit nur 10 m² Wohnraum – segeln die beiden über 30.000 Seemeilen und drei Ozeane um die Welt. Ursprünglich sollte die Rückreise der beiden Aussteiger auf Zeit über Asien, Indien und durch den Golf von Aden, das Rote Meer, den Suezkanal sowie das Mittelmeer erfolgen. Doch nun werden sie auf dem längeren Weg rund um Afrika nach Hause reisen.



„Aufgrund der aktuellen Piratensituation vor der Küste Somalias und im Golf von Aden haben wir unsere Rückreiseroute geändert. Diese Entscheidung ist uns nicht leicht gefallen. Schließlich müssen wir damit auf so attraktive Ziele wie Malaysia, Thailand, Indien oder auch den gesamten arabischen Raum verzichten. Gerade auf diese neuen Kulturen hatten wir uns sehr gefreut“, bedauert Sönke Roever die Entscheidung. Erschwerend hinzu kommt, dass der Weg um Südafrika herum rund 4000 Seemeilen länger als der Weg durch den Suezkanal und das Mittelmeer ist.

„Außerdem ist die Route wettertechnisch alles andere als einfach – vor allem mit einem „nur“ zehn Meter langen Schiff. Aber wir nehmen lieber das Risiko „Wetter“ als das Risiko „Piraterie“ in Kauf. Es erscheint uns kalkulierbarer“, ergänzt Judith Roever die Beweggründe der beiden Hamburger. Damit tragen die Roevers der aktuellen Entwicklung im Golf von Aden und vor der Küste von Somalia Rechnung. Im letzten Jahr gab es dort mehrfach Übergriffe auf Yachten, die in einem Fall leider sogar tödlich endeten.

Allerdings erwarten die beiden Segler auch auf dem neuen Abschnitt interessante Ziele, wie beispielsweise das Naturparadies Chagos-Archipelago, die wunderschöne Küstenwelt Madagaskars, Kapstadt, der Tafelberg und das Kap der Guten Hoffnung in Südafrika, die Tiere Namibias oder die Tauchreviere der Kapverdischen Inseln. Die Ankunft in Hamburg ist unabhängig von der Routenänderung weiterhin für den Spätsommer 2010 geplant.

Seit der Abfahrt in Hamburg im Mai 2007 haben mehr als eine Million Leser das Online-Logbuch im Internet verfolgt und es sind mehr als 2500 Emails mit guten Wünschen und Fragen an Bord eingegangen. „In den letzten Wochen haben sich Fragen zur Routenplanung gemehrt. Denn längst machen wir den Törn nicht mehr nur für uns. Diese vielen Menschen sind ein Teil unserer Abenteuer geworden“, freut sich Judith Roever. Selbstverständlich werden die Roevers bis zur Ankunft in Hamburg in der gewohnt bildreichen Form berichten und so Segler wie Nichtsegler an ihren Erlebnissen an Land und auf dem Wasser teilhaben lassen. Reinklicken lohnt sich!

Link zur Internetseite der beiden Abenteurer: www.Hippopotamus.de














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