Riviera Beach Tauchboot findet vier Tote

Gekentertes Speedboot vor den Bahamas

Riviera Beach Tauchboot findet die leblosen Überreste nach Bootsunglück


Gekentertes Speedboot vor den BahamasGekentertes Speedboot vor den Bahamas
Von Andy Ried | South Florida Sun-Sentinel

Nassau, Bahamas (06.06.2008) - Jonathan Rose und die Crew des Tauchschiffes der Riviera Beach Tauchschule waren am Sonntag, den 25.05. auf eine Tauchausflug auf die Bahamas. Mit an Bord befanden sich 22 Gäste. Während der Überfahrt meldete die U.S. Küstenwache, dass in der Nähe des Memory Rocks, im Norden von West End, ein gekentertes Schiff gesichtet wurde. Es war ein Zufalls fund, da die Küstenwache zu diesem Zeitpunkt nach einem vermissten Segelboot aus Fort Lauderdale war. Kapitän Rose war mit seinem 40 Meter langem Schiff in der Nähe und bot den Behörden sofort seine Hilfe an.


Wie Kapitän Rose (26) berichtete bot sich der Mannschaft am Unglücksort ein Bild des Grauens. Gleich nachdem das Tauchboot zum Stillstand gekommen war, sprang der Kapitän ins Wasser. Er bemerkte sofort zwei Schwimmwesten, welche mit einer Angelleine verheddert in der Nähe des gekenterten Bootes schwammen. Als sich eine Schwimmweste vom Boot entfernte, bemerkte die Mannschaft auf dem Tauchschiff, dass in der Schwimmweste sich leblose Körper befanden und zum Schrecken aller stellte man fest, dass der Körper von einem Hai angegriffen wurde.



"Plötzlich hörte ich vom Boot her Schreie, dass ich aus dem Wasser kommen sollte," sagte Rose letzten Montag in einem Interview via Satellitentelefon. "Ich schwamm sofort zurück zum Tauchschiff." Sobald der Kapitän wieder an Bord war, vertäute die Crew das gekenterte Boot am Tauchschiff und warf den Anker. Die Crew brachte es fertig nur einen der leblosen Körper aus dem Wasser zu fischen. Aus diesem Grund entschied man sich im Wasser nach den restlichen Körpern zu suchen.

Rose sprang erneut ins Wasser und schwamm zwischen die Bootsteile. Dort fand er zwei weitere Personen in der vorderen Kabine. Als er versuchte die Körper der Toten zu bergen, sprang ein weiteres Besatzungsmitglied mit einem Speer ins Wasser und versuchte die bis zu vier Meter langen Haie abzuwehren.

Riviera Beach TauchbootRiviera Beach Tauchboot
"Wir wussten, das irgendjemand die Körper bergen musste," sagte Rose. "es ist nur gut und richtig dies zu tun, damit die Angehörigen Gewissheit haben."

Am darauffolgenden Montag wurde in der amerikanischen Presse über diesen Unfall berichtet. Es stellte sich heraus, dass die Körper von zwei Männern und einer Frau geborgen werden konnten. Die vierte, von den Haien attackierte Person konnte nicht mehr geborgen werden. Jennifer Johnson von der U.S. Küstenwache berichtete, dass es sich um haitianische illegale Auswandere handelte. Das zwölf Meter lange Schnellboot kenterte in fünf bis sieben Meter tiefen Wasser.

Als Grund für den Bootsunfall wird die schlechte Wetterlage mit Windgeschwindigkeiten bis zu 20 Knoten und bis zu zwei Meter hohen Wellen angenommen.

Die Familie des Kapitäns unternimmt bereits seit über 30 Jahren Bootsausflüge auf die Bahamas. Der Vater von Jonathan Rose berichtete, dass Jonathan bereist seit seinem drittem Lebensjahr taucht. "Er weis wie man sich vor Haien schützt". Die Hilfestellung bei der Suche und der Rettung von Vermissten ist ein Teile des Lebens auf dem Meer. Wie von der Familie weiter zu erfahren war Unterstützt die Familie bis zu fünf mal im Jahr die Küstenwache bei der Suche nach illegalen Einwanderern.

Der letzte Sonntag war jedoch anders. "Es war eine wirklich schlimme Situation." sagte Jonathan Rose. "Das ist etwas, was man nicht so schnell wieder aus seinem Kopf bekommt."


Mit freundlichen Genehmigung der Sun-Sentinel, den Originalartikel finden sie hier













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