Jugendlicher Schnorchler von Motorboot getötet

Speedboot tötet vor Paphos

Jugendlicher Schnorchler von Motorboot getötet

Küste vor PaphosKüste vor Paphos
von Alexia Saoulli

Paphos, Griechenland (22.07.2008) - Am Sonntag Nachmittag wurde ein junger Taucher wurde in der Nähe der zyprischen Stadt Paphos durch den Propeller eines Powerbootes schwer am Kopf verletzt. Laut Aussage der Polizei verstarb der Student noch während des Transports zum nahegelegenen Krankenhaus. Ein 55 jähriger britischer Staatsangehöriger wurde für drei Tage in Untersuchungshaft genommen. Der Beschuldigte wird mit dem Fall in Verbindung gebracht und sieht sich der Anschuldigung, den Tod des Studenten gedankenlos und rücksichtslos verursacht zu haben.

Der einundzwanzig Jahre alte Neophytos Demosthenous und sein Bruder Marios (20) waren beim Schnorcheln in dem als "Fontana Amorosa" genannten und an der süd-östlichen Küste von Zypern gelegenen Gebiets. Die beiden jungen Männer waren mit Harpunen auf der Jagt nach Fischen als gegen 14:50 Uhr das Unglück passierte. Während die beiden im Wasser waren raste ein Speedboot heran und verletzte, laut Angaben der Polizei, einen der beiden Brüder am Kopf.



Die beiden Brüder stammen aus der Nahegelegenen Hafenstadt Chlorakas. Die Beiden haben alle nötigen Vorsichtsmaßnahmen vorgenommen um auf Ihre Präsenz im Wasser aufmerksam zu machen. Vorbeifahrende Boote konnten Ihre Position anhand einer roten Boje gut erkennen. Als der 21 jährige von seinem Bruder leblos unter Wasser treibend gesehen wurde, rief dieser sofort nach Hilfe. Ein nahe gelegenes Boot kam sofort zur Hilfe und der Körper des Verletzten wurde aus einer Tiefe von 12 Metern geborgen und ans Ufer befördert. Von dort wurde Neophytos Demosthenous sofort ins Polis Chrysochous Krankenhaus gebracht, wo er bereits bei der Ankunft für Tod erklärt wurde.

Das Boot, mit dem vermutlich der junge Schnorchler verletzt wurde, war später durch den Bruder des Verunglückten identifiziert worden. Auf Grund dessen konnten wenig später der 55 Jahre alte englische Staatsangehörige, Christopher Sherofflasky, als Bootsführer ermittelt werden. Sherofflasky bestreitet jegliche Verwicklung in den Unfall und war der Überzeugung, dass er bereits gegen Abend wieder aus der
Untersuchungshaft entlassen wird.

Wie vom Gericht von Paphos zu erfahren war, gehen die Richter davon aus, dass der Beschuldigte mit hoher Geschwindigkeit mit dem Powerboot unterwegs war, als er den Schnorchler mit dem Propeller traf. Er fuhr ohne zu halten weiter. Die Polizei hat weitere Untersuchungen des Falles angekündigt und befragt derzeit das Umfeld des Beschuldigten Sherofflasky. Dieser lebt seit acht Jahren mit seiner Frau und seinen drei Kindern in Peristerona.

Laut Aussagen von Theocharis Christodoulou, Offizier bei der Wasserschutzpolizei, müssen Powerbootfahrer eine gültigen Bootsführerschein besitzen. Dieser wird vom Department of Merchant Shipping auf Zypern ausgestellt. Eine Ausnahme bilden Touristen, die unter 30 Tagen auf der Insel verweilen. Diese Personen benötigen während Ihres Aufenthaltes keinen Führerschein. Passiert bei Touristen ein Unfall, so haftet laut Gesetz der Vermieter des Wassersportgerätes. Vom Verleiher wird erwartet, dass dem zukünftigen Bootsführer einen ausführlichen Test unterzieht, welcher garantieren soll, dass der Mieter fähig ist ein Boot zu führen. Der Geschäftsinhaber laut zyprischen Gesetzt ebenfalls dafür verantwortlich, das der Tourist eine gute Einführung in das nähere Gelände bekommt.

Marineoffizier Christodoulou fühgte seinen Ausführen an, dass Bootsbesitzer über die Zeichen der Seefahrt und im speziellen auch die Zeichen, die auf Taucher hinweisen aufgeklärt sein müssen. In der Küstenregion gibt es viele Gebiete, die für Schwimmer reserviert sind. Diese dürfen nur in speziell markierten Korridoren durchquert werden. Christodoulou weist aber auch darauf hin, dass Taucher und Schnorchler Vorkehrungen für Ihre Sicherheit treffen müssen.

Der Justizminister Kypros Chrysostomides, sagte gegenüber der Zeitschrift Cyprus Mail, dass das er gegenüber dem Kommunikationsministerium, welches für die Gesetzgebung zu Powerbooten zuständig ist, Druck ausüben will, damit durch schärfere Regelungen diese Art von Unfällen in Zukunft verhindert werden. Die Gesetze sollten vor allem dadurch verschäft werden, dass jeder Bootsführer einen in zypern anerkannten Bootsführerschein vorweisen kann.

Mit freundlicher Genehmigung der Cyprus Mail













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