Dengue-Fieber auf Palau nimmt epidemische Ausmaße an

Dengue-Fieber schwächt die Kinder

Dengue-Fieber auf Palau nimmt epidemische Ausmaße an

Aedes Aegypti - Überträger des Dengue Fiebers (foto: James Gathany)Aedes Aegypti - Überträger des Dengue Fiebers (foto: James Gathany)
Palau (06.09.2008) - Das seit Monaten auf der Inselgruppe Palau wütende Fieber nimmt laut dem dortigen Gesundheitsministerium epidemische Ausmaße an. Allein im Monat August wurden 31 neue Fälle der Krankheit registriert. Erschreckend ist diese Zahl im Vergleich mit der Einwohnerzahl auf den neue bewohnten Inseln. Nur knapp 20.000 Einwohner zählt der nördlich von Papua-Neuguinea liegende Inselstaat und ist ein beliebtes Paradies für Taucher.

In einem offenen Brief an den Gesundheitsminister Victor Yano und and die Führer der Olbiil Era Kelulau (OEK), weist der Direktor des Buerau of Public Health, Dr. Stevenson Kuartei, darauf hin, dass die Mehrzahl der Neuerkrankten unter den Schulkindern in Ngerkebesang, Echang, Meyuns, Ngerchemai, Dngeronger, Meketii, Iyebukel, Ngaraard und Aimeliik zu finden sind. Dr. Kuratei weißt ferner darauf hin, dass die meisten der erkrankten Kinder ins Krankenhaus eingewiesen wurden. Bei einigen ist der Krankheitsverlauf mittlerer Weile so weit fortgeschritten, dass ihr Zustand als kritisch bezeichnet werden kann. Viele der Kinder leiden unter hämorrhagische (blutigen) Komplikationen und sind in einem Schockzustand gefallen.



Ferner behauptet Dr. Kuratei, dass es wegen der diesjährigen Budgetkürzungen immer schwieriger wird die benötigten Mittel bereitzuhalten. Auch die Kontrolle und Überwachung der Überträger und die Nachsorge bei den Infizierten wird immer schwieriger. "Palau riskiert eine ernst zu nehmende Dengue-Epedemie, welche langanhaltende Gesundheitsprobleme und wirtschaftliche Folgen nach sich ziehen wird", sagte Dr. Kuartei.

Um der Lage Herr zu werden schlägt Dr. Kuartei vor, dass die politische Führung die Epedemie auf ihrer Tagesordnung ganz oben setzen sollte und die benötigten Mittel zur Eindämmung der Krankheit bewilligen muss. Des weiteren wird von Hr. Kuartei gefordert, dass die National Avian Influenza und Emerging Infection Task Force eingeschaltet wird.

Zur Lösung des Problems fordert er weiterhin, dass die sogenannten Out-Patient Departments (OPD=ambulante Pflege) der Krankenhäuser von 16:30 bis 21:00 Uhr geschlossen werden. Das dadurch freiwerdende Pflegepersonal kann sich somit verstärkt der Bekämpfung der Epedemie widmen. Dieses Vorgehen erlaubt es ferner in einem finanzierbaren Rahmen zu bleiben.

Verbreitung des Dengue-Fiebers (foto: wikipedia)Verbreitung des Dengue-Fiebers (foto: wikipedia)
Das Dengue-Fieber ist eine Infektionskrankheit, die ausschließlich von zwei Arten der Stechmücken übertragen wird. Die Symptome sind oft unspezifisch oder einer schweren Grippe ähnlich, können aber auch innere Blutungen hervorrufen. Deshalb zählt man das Dengue-Fieber zu den hämorrhagischen Fiebern. Das Dengue-Fieber ist auch als Sieben-Tage-Fieber, Polka-Fieber oder Knochenbrecherfieber bekannt. Bislang gibt es gegen die Erkrankung weder eine Impfung noch eine spezifische antivirale Behandlung.

"Obwohl ich verstehe, dass das Ministerium drastische Maßnahmen ergreifen muss, damit der Staatshaushalt nicht in Gefahr gerät, so muss ich als Direktor für die öffentliche Gesundheit anmerken, dass ich nicht gewillt bin die ambulante Pflege aufrecht zu erhalten, während wir auf eine medizinischen Katastrophe zusteuern", sagte Dr. Kuratei.














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