Bundestagsantrag gibt dem Wassersport Rückenwind

Infrastruktur und Marketing für den Wassertourismus in Deutschland verbessern

Infrastruktur und Marketing für den Wassertourismus in Deutschland verbessern

Der malaiische Tourismusminister Datuk Seri Tengku Adnan Tengku Mansor und die Bundestagsabgeordenete Annette FaßeDer malaiische Tourismusminister Datuk Seri Tengku Adnan Tengku Mansor und die Bundestagsabgeordenete Annette Faße
Berlin, Deutschland (15.10.2008) - In der SPD-Bundestagsfraktion ist in dieser Woche der Antrag „Infrastruktur und Marketing für den Wassertourismus in Deutschland verbessern“ verabschiedet worden. Dies teilt Annette Faße, tourismuspolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, mit.



Die Anzahl der Sportboote hat sich bundesweit erhöht. 295.000 Sportboote sind nach Angaben der Verbände im Binnenland stationiert; weitere 159.000 an der deutschen Ost- und Nordseeküste bzw. in deren Einzugsgebiet. Im Kanutourismus geht man von über 1,2 Mio. Kanufahrern aus. Wassersport ist somit ein Breitensport geworden mit einem großen Wirtschaftspotenzial.

„Hintergrund des Antrags ist die zunehmende Beliebtheit aller Sportarten, die auf dem Wasser möglich sind. Die Bundesrepublik ist ein Wassersportland geworden. Die Nähe zur Natur und der Trend zum Urlaub in Deutschland haben dem Wassertourismus in den letzten Jahren tolle Zuwachsraten beschert. Die erfreuliche Entwicklung des Wassertourismus braucht aber weiterhin die Unterstützung des Bundes. Der jetzt vorliegende Antrag „Infrastruktur und Marketing für den Wassertourismus in Deutschland verbessern“ entält klare Zielvorgaben, die dem Wassersport eine Fortsetzung des Booms sichern sollen“, erklärt die Abgeordnete.

Der Charterboottourismus, der überwiegend von Besuchern aus anderen Bundesländern und dem Ausland lebt, verzeichnet besonders hohe Zuwächse, wobei als wesentliche Voraussetzung für ein Wachstum des Charterboottourismus die Schaffung von gebietsübergreifenden Einwegfahrten gilt. Für Wasserwanderer, Motorbootfahrer und die Fahrgastschifffahrt sollten ebenfalls neue Routen erschlossen werden, so der Tenor des Antrags. Die Sport- und Wassersportwirtschaftsverbände sollen zukünftig verstärkt bei diesbezüglichen Planungen beteiligt werden und ihre praktischen Kenntnisse einbringen.

Engpässe bei der Befahrbarkeit von Wasserwegen, beispielsweise durch lange Schleusungszeiten, behindern dagegen bekanntlich den Wassertourismus. Um eine optimale Nutzung zu erreichen, sei der sportbootgerechte und umweltverträgliche Ausbau von Wartestellen durch Anlegestege und Laufrohre eine wichtige Voraussetzung, so der Antragstext. Ziel ist die Schaffung eines der größten, auch mit Charterbooten zu befahrenden europäischen Wassersportreviere, mit einer Länge von ca. 340 km allein auf Brandenburger Gebiet. Darüber hinaus würden für Wasserwanderer, Motorbootfahrer sowie für die Fahrgastschifffahrt neue Routen und Wasserwege erschlossen werden. Alle durch die Arbeitsgemeinschaft angestellten Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen weisen positive Nutzen-Kosten-Verhältnisse auf. Das Projekt ist zudem umweltverträglich realisierbar. Die erwarteten Effekte hinsichtlich der Arbeitsplatzentwicklung und des wirtschaftlichen Wachstums werden jedoch nur dann eintreten, wenn die geplanten Maßnahmen umgesetzt werden. Wegen seiner Komplexität kann WIN als Pilotprojekt für den Wassertourismus in Deutschland betrachtet werden.

Die Aufstellung einheitlicher Piktogramme erleichtern die Nutzung wassersportlicher Einrichtungen für deutsche und ausländische Wassersportler. Im Antrag wird deshalb vorgeschlagen, diese flächendeckend und für alle Wassersportarten einzusetzen. Bereits vorhandene Informationsangebote sollen zu einem bundesweiten Marketingkonzept zusammengeführt werden und eine Broschüre sowie ein nutzergerechtes Internetportal sollte den Wassersport bundesweit präsentieren. Auch Genehmigungsverfahren könnten mithilfe einer Koordinierungsstelle erleichtert werden. Hintergrund dieses Vorschlags ist die derzeitige Verteilung der Zuständigkeiten bei verschiedenen Behörden auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene, die für die Antragsteller schwer durchschaubar und handhabbar ist.

Die erforderlichen Maßnahmen der wassertouristischen Infrastruktur sollen umweltverträglich realisiert werden. Innerhalb eines Jahres soll hierzu unter Beteiligung der Wassersportverbände und des Deutschen Tourismusverbandes e.V. ein Bericht der Bundesregierung mit einem Maßnahmenprogramm und einem Vorschlag zur Schaffung der organisatorischen, personellen und finanziellen Voraussetzungen dafür erarbeitet werden. Erfahrungen und Best-Practise-Beispiele aus der EU sind mit einzubeziehen.

„Angesichts der Bedeutung des Wassertourismus in Deutschland sollten wir sicherstellen, dass Projekte, die die Übertragung von bundeseigenen Wasserstraßen an Länder und Kommunen beinhalten, eine Anschubfinanzierung durch den Bund erhalten können. Die Segel für den Wassertourismus sind gesetzt, den Wind in den Segeln können und werden wir noch verstärken“, verspricht die tourismuspolitische Sprecherin Annette Faße.














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