Barotrauma / Trauma

Barotrauma

Der menschliche Körper enthält viele, mit Luft gefüllte Hohlräume. Hierzu gehören das Mittelohr und die Nasennebenhöhlen. Als Nasennebenhöhlen bezeichnet man die Stirnhöhle, die Kieferhöhlen, die Siebbeinzellen und die Keilbeilhöhle. Jede Verstopfung einer dieser Hohlräume führt dazu das ein Druckausgleich mit der Umgebung nicht mehr erfolgen kann. Ein Trauma; eine Schädiung des umliegenden Gewebes tritt je nach der Höhe der Differenz der beteiligten Druckpotentiale auf. Weitere Bereiche des Körpers, die durch ein Barotrauma betroffen sein können sind die Zähne und der Magen. Unter gewissen Umständen kann es auch zu Schädigungen des Auges kommen.

Ein Barotrauma entsteht wenn ein gasgefüllter Körperhohlraum sich beim Ab- bzw. Auftauchen verschließt, so daß ein Druckausgleich nicht erfolgen kann. Eine Schwellung der Schleimhäute im Nasen-Rachen-Raum und in der Eustachischen Röhre kann den Gasfluß in die Höhlen und aus den Höhlen verhinden.

Der Druckausgleich im Mittelohr erfordert ein aktives Öffnen der ziemlich langen und eher engen Tubenkanäle (Eustachische Röhren). Aus anatomischen Gründen ist der Druckausgleich beim Abtauchen schwieriger als beim Auftauchen. Der Druckausgleich beim Abtauchen kann aktiv über das Valsalva-Manöver und passiv über bewustes Schlucken, Kauen und Gähnen erfolgen. Ein Gähnen unter Wasser kann durch weites Öffnen des Mundes simuliert werden. Durch die Bewegung der Mundmuskulator öffnen sich die Tuben.

Selbst eine unscheinbare Krankheit wie der Schnupfen kann einen Tauchgang verhindern. Schafft der Taucher beim Abtauchen noch den Druckausgleich, so kann es während des Tauchganges zu einem anschwellen der Schleimhaut kommen. Extreme Schmerzen in den Nebenhöhlen werden sich beim Auftauchen einstellen.

Die Wörter Bar und Trauma stammem aus dem griechischen und bedeuten schwer und Wunde.

Unter Barotrauma werden Wunden bezeichnet, die durch physikalische Druckdifferenzen entstehen. Barotraumen können in allen gasgefüllten Hohlräumen des Körpers auftreten.

Man unterscheidet folgende Trauma:
  • Unterdruck beim Abtauchen
  • Überdruck beim Auftauchen

Ein Barotrauma beim Auftauchen wird auch als inverses Barotrauma bezeichnet.














  • Dr. med. O.F.Ehm / Dr. rer. nat Max Hahn / Dr. med. J. Wenzel (1996): Der neue Ehm. Tauchen noch sicherer. Leitfaden der Tauchmedizin für Sporttaucher, Berufstaucher und Ärzte - 7. Auflage. Müller Rüschlikon Verlags AG.
  • Prof. Dr. med. Albert A. Bühlmann (1995): Tauchmedizin - 4. Auflage. Springer-Verlag.





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