Übergewicht bei drei Viertel der Todesfälle.

Divers Alert Networt Tauchunfallbericht 2006 - DAN

Übergewicht spielt bei drei Viertel der Todesfälle beim Tauchen einer Rolle.


Übergewicht spielt bei drei Viertel der Todesfälle beim Tauchen einer Rolle.foto: pixelquelle.de
Durham, USA (20.02.2007) - Der DAN Report über Dekompressionskrankheiten, Tauch-Todesfälle und über das Project Dive-Exploration für das Jahr 2006 kommt zu dem Schluss, das bei drei Viertel der Todesfälle beim Tauchen Übergewicht eine Rolle gespielt hat.

Jedes Jahr stellt ein DAN Forschungsteam den jährlichen Report über das Projekt Dive Exploration (PDE) zusammen. Gesammelt werden Tauchverletzungen und Todesfälle beim Tauchen wie auch Unfälle beim Apnoetauchen. Hier eine Zusammenfassung der Ergebnisse.


Dekompressionskrankheiten und Todesfälle

Laut den PDE Daten, die seit 1998 ausgewertet werden beträgt die Rate der Dekompressionskrankheiten im Warmwasser ungefähr 0 bis 5 Fälle pro 10.000 Tauchgänge. Pro Jahr sterben durch Dekompressionskrankheiten zwischen 11 und 18 DAN-Mitglieder pro 100.000 Mitgliedern. Da die Erhebung der Daten rein auf die gemeldeten Fälle für DAN Mitglieder zurückzuführen ist, können diese Werte nicht verallgemeinert werden.

Im weiteren wurden bei 5 Prozent der aufgezeichneten Tauchgänge Unfälle gemeldet, die nicht zu Verletzungen geführt haben. Hierunter fallen Probleme beim Druckausgleich, mit der Ausrüstung oder Unfälle die aus mangelnder Sachkenntnis herrühren. In 2,7 Prozent der Fällen kam es zu Problemen beim Druckausgleich. Bei 0.9 Prozent der Tauchgänge waren kam es zu Tarierproblemen, 0,69 Prozent hatten Probleme mit der Maske und 0.4 Prozent der Meldungen können auf Defekte an den Tauchcomputern zurückgeführt werden.

Zwölf PDE Taucher berichteten von Kopfschmerzen nach dem Tauchen und drei meldeten Ermüdungserscheinungen. Von 591 Meldungen mit dem Druckausgleich, wurde von sechs Tauchern wegen starker Schmerzen die Folgetauchgänge abgesagt. Nur ein Taucher meldete ein anhaltendes Schwindelgefühl und ebenfalls ein Taucher meldete ein schweres Barotrauma in den Nebenhöhlen.

Zwei Fälle von Dekompressionskrankheit der Stufe I (mit Symptomen von Taucherflöhen und Muskelschmerzen) und drei Fälle der Stufe II (mit Symptomen die das Nerven- und Herz- / Kreislaufsystem betrafen) wurden gemeldet. Die sofortige Gabe von Sauerstoff linderte in zwei Fällen die Beschwerden. Im DAN Report wird nur ein einziger Fall gemeldet, in dem ein Taucher in eine Dekompressionskammer überführt wurde.


Tauchverletzungen

Leider liegen DAN die neuersten Zahlen für Tauchverletzungen aus dem Jahre 2006 noch nicht vor. Wegen einer Umstellung auf das neue Medical Service Call Center werden genaue und verlässliche Zahlen zu allen Tauchverletzungen wie Schmerzen und Sensorik, Unbehagen und Verwirrung, Atemschwierigkeiten und Bewegungsschwäche, die als Versicherungsfälle gemeldet erst im Anfang 2008 zur Verfügung stehen.


Sterbefälle beim Tauchen

Von den 88 Sterbefälle in den USA und Kanada wurde beinahe die Hälfte aus den Südosten der USA (North Carolina und Florida) gemeldet. In Zweidrittel der Fälle wurde eine Autopsie zur Feststellung der Todesursache vorgenommen.

Sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen waren über 70 Prozent der Toten älter als 40 Jahre. Da viele Amerikaner Gewichtsprobleme haben wurden von DAN die Body Mass Indexes ausgewertet. Es stellte sich heraus, das drei Viertel der Toten an Übergewicht bzw. an Fettleibigkeit litten.

Als Todesursachen wurde am Häufigsten unzureichend Sauerstoff, raue See und Strömung, Herzkrankheiten, Embolien und Probleme mit der Ausrüstung festgestellt. In 20 Prozent der Fälle blieb die Ursache des Todes unbekannt.


Todesfälle beim Schnorcheln und Apnoetauchen

Informationen zu Tauchunfällen beim Schnorcheln und beim Apnoetauchen werden von DAN erst seit 2005 gesammelt. In diesem Jahr kam es zu 22 Todesfällen. Das durchschnittliche Alter der Taucher war 41. Alle Toten waren bis auf eine Ausnahme männlich.

In unter 50 Prozent der Fälle konnte der Auslöser ermittelt werden. Darunter fallen Haiattacken, schlechtes Wetter, starke Strömung aber auch Arterioskleroseerkrankungen und ein Unfall mit einem Schiffspropeller. In zwei Fällen wird ein Schwimmbad-Backout vermutet, konnte jedoch nicht nachgewiesen werden.

vom Petar Denoble, Ph.D., DAN Senior Research Director


Wiedergegeben mit der Erlaubnis der Ausgabe von März/April 2007 des Alert Diver, dem Magazin des Diver Alert Network. Eine Kopie des Reports über Dekomperssionskrankheiten, Todesfälle beim Tauchen und des Dive Exploration Projekts können Sie unter http://www.DiversAlertNetwork.org bekommen.
















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