Tauchunfall USS Spiegel Groove

Was passierte wirklich auf der USS Spiegel Grove

Was passierte wirklich auf der USS Spiegel Grove


Key Largo, USA (28.05.2007) - Viel wurde in den amerikanischen Medien über den Tauchunfall im März dieses Jahres auf der USS Speigel Grove berichtet. Viele Behauptungen entsprechen nicht der Wahrheit, berichtete Howard Spialter, der einzige Überlebende des Tauchganges. Am 13. März. 2007 verunglückten drei seiner Tauchpartner tödlich.

Die USS Spiegel Grove ist eines der größten künstlichen Riffe in den Vereinigten Staaten. Nachdem im Jahre 1994 eine Handvoll Taucher die Idee hatten in Ihrem Tauchrevier bei Key Lago, südlich von Miami ein ausgemustertes Wrack der US Marine zu versenken, dauerte es noch über acht Jahre bis, aus dem Traum Wirklichkeit wurde.


Nachdem über eine Million US Dollar für den Umbau zur Einhaltung der Umweltgesetze geflossen sind wurde das Schiff im Jahre 2002 versenkt und liegt seither vor der Ostküste von Key Largo. Als ehemaliges Versorgungsschiff sind die Ausmaße der USS Spiegel Grove riesig. Beinahe acht Fußballfelder umfasst das Schiff. Ein idealer Tauchplatz.

Nachdem ein gewisser Jim H. in einem amerikanischen Forum behauptete: „Was schief gelaufen ist war das Ego der verunglückten Taucher. Einen Tauchgang in ein Wrack ohne das richtige Training und ohne richtiges Equipment zu unternehmen ist schlichtweg dumm“.

Howard Spialter antwortete darauf: "Nachdem Jim H. die Meinungen anderer in diesem Forum gelesen hat, möchte er bei Themen mitreden, über die er nichts weiß. Diese Art von Tauchern geben ein schlechtes Beispiel für die Tauchgemeinschaft ab. Mein bester Freund Scott und ich sind zertifizierte Höhlentaucher. Jeder der am Tauchgang Beteiligten war zugleich ein zertifizierter Trimix Taucher. Scott, Jon und ich sind Tauchlehrer und Kevin war ein erfahrener technischer Taucher. Mag die Erinnerung an meine Freunde ein Segen für uns alle sein".

Bug der USS Spiegel GroveBug der USS Spiegel Grove (foto:Clark Anderson/Aquaimages)
Was geschah nun wirklich bei dem verhängnisvollen Tauchgang am 13.März dieses Jahres. Alle vier Taucher waren mit jeweils zwei Tauchflaschen mit Nitrox ausgestattet. Das Mischverhältnis war 28 Prozent Sauerstoff und und 72 Prozent Stickstoff. Dieses Mischverhältnis wurde speziell für diesen Tauchgang ausgewählt.

Bevor die Taucher in das Schiff eindrangen befestigte jeder von Ihnen eine der beiden Tauchflaschen an der Außenseite des Schiffes. Diese waren für den Aufstieg am Ende des Tauchganges gedacht. Ebenfalls wurde am Eingang Blinklichter angebracht.

Beim Abstieg in den Bauch des Schiffes benutzten Sie nicht die Tauchleinen, die sie mit sich führten. Wie Howard Spialter in einer Forumnachricht mitteilte begann der gefährliche Teil Ihres Tauchganges im Pumpenraum des Schiffes. In diesem Raum wurden bereits vor Jahren Tauchleinen verlegt. Weitere Leinen in diesem Raum zu verlegen hätte keine weitere Sicherheit gebraucht. Vielmehr hätte es eher zu einer weiteren Gefahr werden können neue Leinen zu verlegen.

Der Pumpenraum befindet sich in Inneren des Schiffes. Kein Sonnenstrahl kommt dorthin. Einzig die Tauchlampen erhellen den Raum. Laut Berichten im Internet sind die vier über den Pumpenraum hinaus ins Schiffinnere vorgedrungen. 18 Minuten waren bereits vergangen und die Gruppe musste den Rückweg antreten.

Wieder zurück im Pumpenraum konnte man die Hand vor Augen nicht mehr sehen. Die Flossen der Taucher hatten beim Abtauchen zuviel Dreck aufgewirbelt. Die Sicht war gleich Null. Zusätzlich zu den widrigen Umständen teilte sich die Gruppe auf.

Brücke der USS Spiegel GroveBrücke der USS Spiegel Grove (foto:Clark Anderson/Aquaimages)
Spialter war der erste, der den rettenden, nur ein Meter breiten Durchgang erreichte. Zu diesem Zeitpunkt war seine Luftreserve bedrohlich klein. Nach kurzer Zeit tauchte die Hand seines Freundes Scott Stanley (55) auf. Dieser zog jedoch seine Hand zurück und tauchte wieder in den Pumpenraum zurück.

Howard Spialter wartete so lange er konnte und tauchte dann zu seiner zweiten Flasche. Er hatte sich nun zu entscheiden, ob er auftauchen und Alarm geben sollte, oder ob er mit einer weiteren Flasche zurücktauchen sollte um seinen Kameraden zu helfen. Er entschied sich aufzutauchen, da das Zurücktauchen die Gefahr barg, dass er seine Kameraden in dem großen Schiff verpassen könnte.

Sofort nach dem Auftauchen von Spialter tauchten weiter Taucher zu dem Wrack ab um die vermissten Taucher zu finden. Kevin Coughlin wurde bewustlos in der Nähe der Reservetanks gefunden. Er wurde sofort ins nahegelegene Marinehospital gebracht. Leider verstarb Hr. Coughlin während der Fahrt.

Die beiden anderen Taucher wurden tief im Schiffsinneren von Rettungstauchern tot geborgen. Scott Stanley, der Taucher der sich von Spialter am rettenden Durchgang losriss und wieder zurück in den Pumpenraum schwamm wurde vom Ausgang am weitesten entfernt entdeckt.

Viele Fragen bleiben offen. Warum hat sich Scott von Spialter losgerissen? Welche Fehler führten wirklich zu dem Verhängnis? Manches wird wohl nie geklärt werden. "Wir taten was wir liebten. Unsere Leidenschaft für das Tauchen ist grenzenlos". Sagte Spialter. "Wir hatten die Werkzeuge, die Erfahrung und das Wissen, aber wir hatten an diesem Tag das Glück nicht auf unserer Seite."




















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