Nachtrag zum Todesfall beim Gruppentauchen

Alpen Baggersee bei Xanten

Nachtrag zum Todesfall beim Gruppentauchen im Baggersee bei Alpen



Indoortaucher gerettet
Alpen (26.07.2007) – Vor zwölf Tagen, am Sonntag den 15. Juli ereignete sich im Baggersee an der Gester Straße ein tödlicher Unfall während eines Tauchgangs einer privaten Tauchgruppe. Eine 46-jährige Frau aus Xanten verstarb aus bisher noch nicht geklärten Gründen.

Wie die Polizei berichtete führte am Sonntag Nachmittag eine fünfköpfige Tauchgruppe im Baggersee an der Gester Straße einen Tauchgang durch. Während des Tauchganges zeigte eine 46-jährige Frau aus Xanten an, dass sie wieder auftauchen wolle. Die Frau schien sich unwohl zu fühlen.

Der Leiter der privaten Tauchgruppe versicherte sich, dass die Frau an die Oberfläche zurückgekehrt war und in Richtung Ufer schwamm. Anschließend setzte die Gruppe den Tauchgang fort.

Als die Taucher nach Ende des Tauchgangs, gegen 15.30 Uhr, wieder zur Tauchstation zurückkehrten, bemerkten sie, dass die Xantenerin dort nicht auf sie wartete. Bei sofort eingeleiteten Suchmaßnahmen fand der Leiter der Tauchgruppe die 46-Jährige leblos auf dem Grund des Sees auf. Trotz sofortiger Reanimationsmaßnahmen verstarb die Xantenerin am Unglücksort.

Die Polizeibehörde in Welse versicherte, das es sich bei den Tauchern um eine private Tauchgruppe und nicht um eine organisierte Veranstaltung gehandelt hatte. Der Polizei ist nicht bekannt, ob sich unter den fünf Tauchern auch ein Taucher mit einer Tauchlehrerausbildung befunden hat.

Bei der durchgeführten Obduktion der Frau wurde festgestellt, dass die Xantenerin ertrunken ist. Anhaltspunkte für ein Fremdverschulden am Tod der 46-Jährigen liegen der Polizei nicht vor.

Der tragische Unfall der Frau aus Xanten wirft einige Fragen in bezug auf das Tauchen in einer Gruppe auf. Pascal Dietrich von der PADI Europe AG erklärt, dass die Ausbildung in der Gruppenführung von PADI erst ab dem Divemaster Kurs detailliert behandelt wird. „Der Hintergrund darin liegt nicht in den mangelnden Fähigkeiten zuvor, aber mehr in der Tatsache, dass Gruppenführung bedeutet, das der Taucher auch Verantwortung für mehrere Taucher übernimmt. Diese kann er nur tragen mit entsprechendem Wissen und Praxis.“ Sagt Pascal Dietrich. Vor dem Erreichen der Divemaster-Stufe sieht PADI ein Buddy-Team für die geeignetste Form der Gruppenbildung bzw. Gruppenaufteilung an.

„Es sind nur wenige Details über den Tauchunfall vorhanden.“ Sagt Pascal Dietrich. „Aber die Tatsache, dass ein Taucher, welcher sich unwohl fühlt, nur bis zur Oberfläche begleitet wird; an der Oberfläche aber sich selbst überlassen bleibt, ist sicherlich sehr egoistisch seitens der restlichen Gruppe und erfüllt die Erwartungen nicht. Braucht jemand Hilfe so kann man das Opfer nicht nach halb-geleisteter Hilfe sich selbst überlassen.“

Das Problem wurde hier sicherlich unterschätzt aus was für Gründen auch immer. Offensichtlich wurde das Erreichen der Oberfläche bereits als die Rettung angesehen, weil man dort frei atmen kann.

PADI bedauert diesen Unglücksfall. „Wir alle sollten aus diesem tragischen Unglück lernen. Tauchen ist eine Freizeitbeschäftigung, die Spaß machen soll. Der Sicherheitsgedanke sollte dabei nie aus den Augen gelassen werden“.















Wir empfehlen
AT 175x115 TauschRausch

IMAX Filme

 Drei IMAX Filme [mehr...]
Suchbegriff eingeben:

Biologie
Kragenhai
 Kragenhai [mehr...]