Können Hornhechte Menschen töten?

16 Jähriger in Nord Vietnam von Hornhecht getötet

Können Hornhechte Menschen töten?



HornhechtSkizze eines Hornhechtes
foto: Robbie Cada (fischbase.org)
Hanoi, Vietnam (27.11.2007) - Können Hornhechte Menschen töten. Diese Frage hätte sich bis vor Kurzem kein Taucher gestellt. Erst als ein ungewöhnlicher Unfall sich in Nord Vietnam ereignete kann man diese Frage als legitim erachten. Ein 16-jähriger Vietnamese starb, nachdem er von einem Hornhecht mitten ins Herz gestochen wurde. Der Unfall ereignete sich vor der Halong Bay ungefähr 200km von Hanoi entfernt. Wie aus lokalen Polizeikreisen bekannt wurde, war der Junge beim Tauchen nach Meeresfrüchten als der Unfall passierte.

Hornhechte sind sehr schlanke Oberflächenfische mit einem schnabelartigen Maul, welches mit zahlreichen nadelspizen Zähnen bedeckt ist. Die Rücken- und Afterflosse sitzen weit hinten am Körper, die Bauchflosse ungefähr in der Mitte des Unterkörpers. Dies verleiht den Tieren einen schlanken, aalähnlichen Körperbau. Die Tiere haben eine weltweite Verbreitung in tropischen und gemäßigten Meeren und sind sowohl im Salzwasser und auch im Süßwasser anzutreffen. Im Süßwasser werden die Tiere jedoch meist nicht länger als 10 Zentimeter lang. Im Salzwasser dagegen können die Arten bis zu zwei Meter groß werden.




Hornhechte ernähren sich von kleinen Freiwasserfischen und von freischwimmenden Krebsen. Ihre längliche Form verleiht den Fischen die Fähigkeit sich im Freiwasser auch gegen die Strömung sehr schnell fortzubewegen. Ihr Jagdrevier bietet keine Möglichkeit sich anzupirschen und die Beute zu überraschen. Die Körperfarbe der Fische ist blau, dunkelgrün oder schwarz und auf der Bauchseite silbrig. Diese Farben schützen zum einen vor den intensiven Sonnenstrahlen knapp unter der Wasseroberfläche und sind ideale Camouflage-Farben für die Jagt.

Der Unfall ereignetet sich bereits am Freitag, den 07.09.2007. „Der Junge wurde von dem Hornhecht regelrecht aufgespießt.“ War von der örtlichen Polizei zu erfahren. Die Wunde befand sich direkt am Herzen des Toten, welcher sich zum Zeitpunkt des Unfalles in ungefähr 2 Meter tiefen Wasser befunden hatte. Dort wollte Duong Trong Anh nach Seegurken tauchen.

Der Junge lebte in der von der UNESCO als Weltnaturerbe geschützten Halong Bucht. Die rund 1500 Quadratkilometer große Bucht liegt im Norden von Vietnam. Die Bucht ist, laut offiziellen Angaben, mit 1969 Kalkfelsen und meist unbewohnten Inseln übersät. In der Bucht leben geschätzt 12.000 auf schwimmenden Dörfern. Sie ernähren sich vorwiegend vom Fischfang und von der Austernzucht.

Der Name Vinh Ha Long bedeutet: „Bucht des untertauchenden Drachen“. Der Legende nach entstand die Bucht durch einen Drachen, der in den Bergen nahe am Meer lebte. Als er zur Küste lief, zog er mit seinem Schwanz tiefe Furchen in das Land, welches vom Meer überflutet wurde, nachdem der Drache ins Wasser tauchte.

Ein Freund des Verunglückten war zu dem Zeitpunkt ebenfalls auf der Suche nach Seegurken als er miterlebte wie der Fisch den Jungen mit seinem wie eine Nadelspitze geformtem Maul in die Brust stach und anschließend wieder herauszog.

„Anh verstarb später an den Folgen der schweren Verletzung“ war von der Polizei zu hören. „Vermutlich war der Fisch von dem Jungen aufgeschreckt worden und wollte fliehen, dabei hat er Anh versehentlich die Verletzung zugefügt.“

Das ist ein sehr ungewöhnlicher Todesfall. Todesfälle die von dieser Art von Fischen hervorgerufen wurden liegen der Redaktion noch nicht vor.

Laut Zeitungsberichten brachte der Freund von Anh den Hornhecht mit seinem Freund an Land. Die Familie des Jungen erwägt den Fisch mit dem Jungen zusammen zu begraben.















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