Malediven - Ein Toter und zehn Verletzte Taucher

Verletzter Taucher bei der Einlieferung ins Indira Gandhi Krankenhaus

Gruppenunfall auf den Malediven - Ein Toter und zehn Verletzte Taucher


Verletzter Taucher bei der Einlieferung ins Indira Gandhi KrankenhausVerletzter Taucher bei der Einlieferung ins Indira Gandhi Krankenhaus
von Judith Evans in Malé

Malé, Malediven (28.05.2008) - Wie durch die Minivan News bekannt wurde verstarb ein russischer Tourist vergangenen Donnerstag Morgen bei einem Tauchunfall auf dem Süd-Ari Atoll. Zwei Tauchgides wurden ins Krankenhaus eingeliefert und acht weitere Taucher, der geführten Tauchtour mit gleichen Symptomen behandelt. Die medizinischen Probleme tauchten bei den elf Tauchern gegen acht Uhr Morgens nach einem durch das Baani Adventure Safari Boot geführten Tauchgang auf. Die Gruppe tauchte am Raiydhiggaa Thila Riff.


Der Grund für diesen Unfall ist bisher unbekannt, jedoch meinte ein lokaler Tauchausbilder dass es "vermutlich mit der Leihausrüstung" zu tun hat, die den Verunfallten durch dem Besitzer, den Touring Maledives Private Limited, zu tun hat.



Laut dem ausführdenen Minister am Tourismusministerium, Mohamed Waheed wird der Tauchunfall von der Polizei und dem Diver's Alert Network (DAN) untersucht. Der Russe, ein 36 jähriger Mann verstarb bereits gegen 10:30 Uhr des gleichen Tages. Die Todesursache ist bislang nicht bekannt. Zwei Tauchlehrer sind immer noch im Krankenhaus. Wie von einem Sprecher der Touring Maledives Private Limited berichtet wurde befindet sich einer der beiden auf der Intensivstation, der zweite befindet sich auf der Notfallstation. Beide befinden sich aktuell in einem stabielen Zustand.

Für keiner der übrigen Taucher, darunter auch einige Deutsche, wurde ein Behandlung in der Dekompressionskammer angeordnet. "Die Tatsache, das elf Personen bei einem Tauchgang gleichzeitig krank wurden läßt die Vermutung zu, dass es sich um die Dekompressionskrankheit handelt. Die Dekompressionskrankheit äußert sich von Taucher zu Taucher unterschiedlich." so Minister Waheed. "Auf den Malediven existieren zwei Dekompressionskammern, eine auf Bandos und eine auf Kuramathi Island."

Die Krankheit tritt in Erscheinung, denn die Taucher nicht den offiziellen Richtlinien über Tauchtiefe und Tauchlänge der Malediven folgen. Bei zu langen und zu tiefen Tauchgängen wird Stickstoff im Körper gebunden. Bei einem zu schnellem Aufstieg kann der gelöste Stickstoff nicht rechtzeitig abgebaut werden und es entstehen Microbläschen. Ist die Konsentration an Stickstoff zu groß, so vereinigen sich die Microbläschen zu großen Blasen und verursachen Embolien im Körper. Symptome der Dekompressionskrankheit sind mannigfach und reichen von Hautreizungen, Querschnittslähmung bis hin zu Tod des Tauchers.

Weitere Ursachen für den Tod des russischen Tauchers können Lungenriß, welcher entsteht wenn mann beim Auftauchen die Luft anhält, Luftverschmutzung in den Tauchflaschen oder fehlerhaftes Equipment sein. All diese Ursachen werden bei der Untersuchung des Falles einbezogen.

Zusammen mit dem Tauchteam des nahegelegenen Conrad Rangali Island Resort und der Küstenwache wurden die Verunglückten wurden sofort zum das Conrad Rangali Island Resort gebracht, wo sie medizinisch betreut wurden. Der Minister für Tourismus auf den Malediven würdigte ausdrücklich die unkomplizierte Hilfe, die das Ressort zur Verfügung gestellt hat.

Die Malediven sind weltweit eines der populärsten Tauchreviere. Jedes Ressort auf den tausenden von Inseln bewirtet Taucher. Offizielle Zahlen über die getätigten Tauchgänge sind nicht bekannt. Auf die Frage ob dieser Unfall der maledivischen Tauchindustrie schaden wird, welche 30 Prozent des Bruttosozialproduktes der Malediven erwirtschaftet, antwortet Minister Waheed. "Dies ist sehr vom Resultat unserer Ermittlungen abhängig."

Die Regierung versprach je nach Ausgang der Untersuchungen schnell und unbürokratisch vorbeugende Maßnahmen zu beschließen. "Gleichzeitig werden wir, wenn es nötig ist sofort alle Tauch-Safari-Boote inspizieren." fügte Waheed hinzu. "Tauchunfälle sind bisher sehr rar in unserem Land und betreffen meist nur einzelne Taucher, nicht gleich eine ganze Tauchgruppe."

Auf den Malediven werden die Tauchschulen in den Ressorts einmal im Jahr vom Tourismusministerium überprüft, zusätzlich müssen die Tauchschulen eine weitere Untersuchung hinnehmen, wenn Sie Ihre Lizenz erneuern.

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