Fünf Taucher über 36 Stunden vermisst

Komodo National Park

Fünf Taucher im Komodo National Park über 36 Stunden vermisst

Tauchschiff der Tauchbasis Reefseeker Indonesien Tauchschiff der Tauchbasis Reefseeker Indonesien
Labuhanbajo, Indonesien (10.06.2008) - Wiedereinmal wurden mehrere Taucher nach Ihrem Tauchgang von der Bootsbesatzung nicht mehr gefunden. Unter den fünf Tauchern aus England, Schweden und Frankreich befindet sich auch Kathaleen Mitchinson, die Besitzerin der Tauchbasis Reefseeker Indonesia. Die vermissten Urlauber tauchten letzten Donnerstag, den 05.06.2008 im Komodo Nationalpark, welcher ungefähr 500 Kilometer östlich von Bali liegt. Nachdem der Ehemann und Mitbesitzer der Tauchschule, Ernest Lewandowski das Fehler seiner Frau bemerkte, wurde die Suche mit mehreren Schiffen eingeleitet.

Die Tauchschule veranstaltetet einen Tauchgang im Komodo National Park. Dieses Tauchgebiet ist sehr bekannt für seinen starken Strömungen, welche auch als "Waschmaschine" bekannt sind. Wegen der besonderen Begebenheiten der Unterwasserlandschaft, kann die starke Strömung Strudel bilden. Wird ein Taucher hiervon erfasst, so wird er wie in einer Waschmaschine durch das Wasser geschleudert. Der erfahrene Unterwasserkameramann und BBC Reporter John McIntyre ist sogar der Meinung, dass die Strömungen in diesem Gebiet grausam sein könne. "Ich erinnere mich noch an Tauchgänge in diesem Gebiet. Die Strömung gehört zu den stärksten Strömungen, die ich je erlebt habe."



"Die Strömung kann unvermittelt auftreten. Denkt man in einem Moment, das es sich um einen ruhigen und perfekten Tauchgang handelt, so kann man bereits nach der nächsten Ecke wird von der Strömung weggefegt. Das fühlt sich an, als würde man unter Wasser in einem Rennwagen sitzen."

An der Suche nach den Vermissten waren drei Boote beteiligt. Ernest Lewandowski suchte selber an Bord eines Speedbootes die Strände der nahegelegenen Inseln nach der Gruppe und seiner Frau ab. Umgehend wurden auch die Angehörigen und die Botschaften in den jeweiligen Heimatstaaten benachrichtigt. Leider brachte die Suche am ersten Tag keinen Erfolg. Ein Sprecher des Auswärtigen Amtes in England sagte, dass die Suche über Nacht unterbrochen werden muss. "Sie wird sofort nach Sonnenaufgang wieder fortgesetzt.".

Zum Tauchgang selber sind keine weiteren Informationen bekannt. Dem Daily Telegraph gegenüber berichtete ein Angestellter der Tauchschule, dass die erste Gruppe um Ernest Lewandowski eine Stunde im Wasser war. Der als Nordin bekannte Angestellte sagte. "Es herrschte eine sehr starke Strömung von Norden nach Süden. Es könnte sein, dass die Taucher eine weite Strecke mitgerissen wurden, so das dass Tauchschiff die Gruppe nicht mehr finden konnte. Es ist ebenfalls möglich, dass die Taucher im Süden der Insel von Strudel erfasst wurden und sich von diesen nicht mehr befreien konnten." Er sagte ebenfalls, dass die fünf Taucher sehr erfahren waren, mit einem Minimum von 20 Tauchgängen. "Wenn wir Neumond haben herrscht eine starke Strömung im Nationalpark. Als der Unfall passierte war gerade Ebbe und eine sehr, sehr starke Strömung."

Die Suche musste am Donnerstag Abend wegen Mangel an Treibstoff und der hereinbrechenden Nacht eingestellt werden, wurde jedoch am folgenden Tag wieder aufgenommen. Die Vermissten wurden am kommenden Tag von einem einheimischen Fischer gefunden und mit einem Boot nach Flores, 250 Kilometer östlich von Bali gebracht. Wie von der Polizei mitgeteilt wurde befand sich die Gruppe über neun Stunden auf offener See bis Sie schließlich die Küste der Rinca Insel erreichten. Der französische Taucher Laurent Pinel (31) gab an, dass die Taucher mehrere Stunden versucht hatten ohne Erfolg gegen die Strömung anzukämpfen. Danach banden Sie sich mit Ihren Tauchwesten aneinander um ihre Kräfte zu sparen.

In der Nacht von Donnerstag auf Freitag bemerkten Sie eine weitere kleine Insel und entschlossen sich einen weiteren Versuch Land zu erreichen zu starten. Die wäre die letzte Möglichkeit gewesen, bevor die Gruppe den Schutz der Nusa Tenggara Inseln verlassen, und ins offene Meer hinausgetrieben worden wäre. "Wenn wir weitergetrieben wären, dann wären wir auf dem offenen Ozean verloren gewesen." sagte der Franzose. Glücklicherweise schaffte die Gruppe unter höchsten Anstrengungen den Strand zu erreichen. Auf der Insel ernährten sich die Überlebenden von Schellfisch und von Muscheln.

Tauchgebiet Batubolong, eines der vielen Tauchgebiete, die die Tauchbasis Reefseeker Indonesia betaucht.Tauchgebiet Batubolong, eines der vielen Tauchgebiete, die die Tauchbasis Reefseeker Indonesia betaucht.
Gegenüber der australischen Presse gaben die geretteten Touristen an, dass Sie auf der Insel von einem über 3 Meter langen Legoan, dem Komodowaran, auch Komododrachen genannt, bedrängt wurden. Diese größte lebende Echse ist agil, besitzt ausgezeichnete Sinnesorgane und gilt als eines der intelligentesten Reptilien. Als Geruchsorgan benutzt der Komodowaran seine Zunge. Er lebt in den Wäldern und Buschländern der Inseln und ernährt sich dort unter anderem von Aas. Es ist allerdings auch schon vorgekommen, dass Menschen von Komodowaranen getötet wurden. Bekannt wurde ein Fall Anfang Juni 2007, als ein Komodowaran auf der Insel Komodo (Ostindonesien) einen neunjährigen Jungen angriff und tötete.

Auf der WebSeite der Reefseeker bedanken sich die Geretteten mit folgenden Worten: "Vielen, vielen Dank an all diejenigen, die für uns Gebetet, nach uns gesucht und die dazu beigetragen haben, dass wir gefunden wurden. Wir können Euch nicht beschreiben wie gut es sich angefühlt hat, als wir ein Boot auf uns zukommen sahen. Wir haben uns als Gruppe sehr gut unterstützt und versuchten unseren Gedanken nicht mit der traumatischen Episode zu belasten. An alle die mich kennen möchte ich hinzufügen. 'Ja ich habe Schellfisch gegessen ;o('. Ebenfalls möchte ich all denen unseren Dank aussprechen, die uns mit Ihren Emails unterstützt haben. Das bedeutet uns eine Menge. Nochmals herzlichen Dank. Es tut so gut wieder sicher zurück zu sein."
















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