Grönlandhai

Hai

Grönlandhai (Grundhai)

Foto: Chris Harvey-Clark




Art:HAI
Nahrung:Allesfresse
Lebensraum:Tiefsee
Tiefe:1m - 2200m
Größe:3,5m - 7,5m
Aktivität:Tag/Nacht
Der Grönlandhai (lat. Somniosus microcephalus) wird oft als Grundhai (Bottom Shark) bezeichnet. Der Grönlandhai hat einen zylindrischen Körper und sein Kopf ist gemessen an seinem Rumpf klein. Die beiden Rückenflossen sind sehr schmal und die Basis der Rückenflossen ist kleiner als die Breit der Flossen. Mit einer maximalen Länge von 7,5 Metern ist der Grönlandhai der größte Hai in der Arktis. Die durchschnittliche Größe beträgt 3 – 4,5 Meter.

Die Verbreitung des Haies reicht von der Arktis bis nach Nord Europa südlich von Georgia. Er ist der einzige Hai der die arktischen Wassertemperaturen verträgt. Dabei bevorzug der Wassertemperaturen zwischen –0,6 bis 12 Grad Celsius. Meist wird der Hai in einer Tiefe von 2200 Metern angetroffen. Nur in den Wintermonaten findet man ihn in seichteren Gewässern.

Die Haut des Haies ist Grau, Schwarz-Braun oder ein Mix aus all diesen Farben. Charakteristisch für den Grönlandhai ist der weiße Fleck auf der Schnauze. Dieser Resultiert von der andauernden Suche nach Nahrung, die als Aas auf dem Meeresboden zu finden ist. Der Grönlandhaie ist bei der Auswahl seiner Nahrung nicht wählerisch. Gegessen wird alles was auf seiner Sucher am Meeresboden gefunden wird. Lebendig oder tot. Auch Krustentiere und Seeigeln verschmäht der Hai nicht.

Die weiblichen Haie gebären in der Regel bis zu 10 Haie. Diese reifen in Eiern innerhalb des weiblichen Körpers heran. Bei der Geburt sind die Haie im Durchschnitt 40cm lang. Die Vermählung der Haie und die Geburt konnte bisher noch nie beobachtet werden.

Die Lebenserwartung des Haies kann nur Geschätzt werden. Untersuchungen haben gezeigt, dass die Haie pro Jahr zwischen 0,5cm und 1cm wachsen. Ein Hai, der 1936 gekennzeichnet wurde wuchs in 16 Jahren gerademal 6 cm. Dies führt zu der Hypothese, das der längste gefangene Grönlandhai mit einer Länge von 7,5 cm über 200 Jahre alt war.

Die Augen der Haie werden meist von Parasiten befallen (Ommatokoita elongata). Diese rufen eine Trübung der Augen hervor und kann zum Erblinden führen. Da der Hai jedoch über weitere sehr gut ausgeprägte Sinne verfügt, ist er auch Blind überlebensfähig. Meist hält er sich in der ewigen Dunkelheit der Tiefsee auf. Dort sind die Augen nicht zu gebrauchen.

Die Zähne des Grönlandhaies sind seinem Fressverhalten angepasst. Die oberen Zähne sind sehr spitz und erlauben es dem Hai seine Beute aufzuspießen und in die richtige Lage zu bringen. Die unteren Zähne sind breit und unterstützen durch Ihre Form das Herausschneiden von Fleisch, indem der Kopf hin- und herbewegt wird. Die obere Zahnreihe zählt 48 – 52 Zähne. Die Untere zwischen 50 und 52 Zähne.

Attacken auf den Menschen sind extrem selten. Der Hai lebt in Gewässern und Tiefen die für den Menschen nicht zugänglich sind. 1940 wurde ein Wildschützer von einem Hai auf dem Packeis angegriffen. Vermutlich wurde der Wildschützer fälschlicherweise als Seelöwe angesehen.

Obwohl der Bestand der Grönlandhaie im 19. und auch im 20. Jahrhundert durch grönländische Fischer extrem dezimiert wurde, 1960 wurden bis zu 50.000 Hai im Jahr gefangen, steht der Hai nicht auf der Liste der vom Aussterben bedrohten Tierarten.

Die Bilder und Informationen wurden freundlicherweise von der Haiseite GREEG zur Verfügung gestellt.













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